Weiter, Blockierung aufheben, Ja, Erlauben, Zulassen

Hardware-Treiber gelten als ein besonders gefährliches Einfallstor für Schadsoftware, weil ein als Treiber getarnter Schädling besonders tief ins System eindringen darf.

Seit mindestens 10 Jahren arbeitet Microsoft an immer ausgefeilteren Sicherheitsmechanismen, um die Installation von nicht vertrauenswürdigen Treibern unter Windows zu erschweren. Konkret bekommt der Benutzer immer mehr Rückfragen, ob er denn die Installation wirklich zulassen möchte. Um die lästigen Fragen zu verhindern, kann ein Hersteller seine Treiber von Microsoft als „sicher“ zertifizieren lassen.

Oder er bittet halt einfach den Benutzer, die bösen Fragen mal eben zu ignorieren. Leider scheint das auch im Jahr 2011 immer noch eher die Regel als die Ausnahme zu sein:

zulassen

Hä was? – Aber schönes Bild von einem Wald.

iTunes nicht nur für iPods

Bevor ich einen iPod hatte, habe ich auch schon iTunes zur Musikverwaltung genutzt. Die Musik habe ich dann trotzdem mit einem normalen USB-MP3-Player synchronisiert.

Das funktioniert mit einem kleinen Windows-Tool namens iTunes Agent, welches zusammen mit iTunes startet, unauffällig unten rechts in der Taskleiste sitzt und auf Knopfdruck die Musik einer iTunes-Playlist in einen Ordner auf dem Gerät kopiert.

Genauer gesagt sorgt iTunes Agent dafür, dass hinterher genau die Musik aus der Playlist in dem Ordner liegt. Dabei lässt sich relativ frei konfigurieren, welche Unterordner-Struktur auf dem Player angelegt werden soll (nach Alben, Künstler, usw.) und wie die Musikdateien benannt werden sollen. Das ganze funktioniert mit jedem handelsüblichen dateibasierten „Mass Storage Device“ MP3-Player.

Wenn man iTunes schließt, beendet sich iTunes Agent automatisch mit. Es handelt sich also um eine relativ elegante, inoffizielle iTunes-Erweiterung, und kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Und damit sollte ich den Beitrag auch beenden, bevor herauskommt, dass ich in den Release Notes der aktuellen Version 1.3 namentlich erwähnt werde…

Botschaften in Mac-OS-X-Icons

Im Logo der Mac-OS-Version von iTunes ist ein kleines Gimmick versteckt: wenn man ganz nah an das Anwendungs-Icon heranzoomt, kann man auf der CD hinter den blauen Noten die Innenaufschrift „iTunes 7“ und „Apple 2006“ erkennen.

Leider war das so gut versteckt, dass sie vergessen haben, das Logo in der neuen Version 8 zu aktualisieren! Wenn dieser Fehler aufgrund dieses Blogeintrags in der Apple-Welt erst einmal bekannt wird, dann werden hier die Zugriffszahlen rasant… ach, verdammt.

Weitere auffällige Icons sind das Anwendungslogo von TextEdit, das sich beim Heranzoomen als ein Brief von John an Kate entpuppt, sowie die symbolische Darstellung von Windows-PCs im Netzwerk als Röhrenmonitore mit echtem Blue Screen of Death… 🙂

Outlook-Alternativen

Es ist ja schön und gut, dass es mittlerweile zu vielen kommerziellen Anwendungen wie Office-Paketen, Webbrowsern, Grafikprogrammen oder Mediaplayern jeweils mehrere Open-Source-Alternativen gibt, die zum Teil sogar deutlich besser sind.

Nur in der wichtigen Kategorie der Personal Information Manager scheint es aus irgendwelchen Gründen nicht zu gelingen, eine halbwegs starke Alternative zu Microsoft Outlook (und zu Exchange) zu entwickeln. Bei der Integration von Emails, Kalendereinträgen und Aufgabenlisten nebst Synchronisation mit Internet und Handy liegen die entsprechenden Projekte Evolution, Kontact oder Thunderbird/Lightning noch ziemlich weit zurück.

Auch der Werberummel und das öffentliche Interesse daran bleiben bisher eher verhalten. Was schade ist, weil diese Projekte meiner Meinung nach eine sehr große Bedeutung für die Akzeptanz des Linux-Desktops in Unternehmen haben.

Usability-Zwischennotiz

Neulich ist mir aufgefallen, dass sich bei Buttons in grafischen Benutzeroberflächen die Diskette als Symbol für „Speichern“ allgemein durchgesetzt hat.

Das ist schon erstaunlich. Nicht nur, weil eine Diskette genauso gut für „Öffnen“/“Laden“ stehen könnte. Sondern auch, weil eine zunehmende Anzahl von Menschen vermutlich gar nicht mehr weiß, was eine Disketten überhaupt ist.