LOMO LC-A: Teil 2

Wie beim letzten Mal beschrieben, waren die Fotos der LOMO alle komplett überbelichtet; nur auf einigen Negativen konnte man schwache Umrisse erkennen.

Ich sah mir die Kamera also mal genauer an. Jetzt, ohne eingelegten Film, stellte ich fest, dass man bei geöffneter Film-Klappe geradewegs durch das Objektiv hindurchsehen kann. Ich meinte zu Marianne, dass das allem widerspricht, was ich über die Funktionsweise einer Kamera weiß…

Offenbar war also die Blende der Kamera kaputt, und es stellte sich auch schnell raus, dass ich das nicht selbst reparieren konnte. (Bei der LOMO kann man relativ viele Dinge mit einem Schraubenzieher und etwas Fingerspitzengefühl selbst wieder hinbekommen.)

Auf der Suche nach Reparatur-Möglichkeiten fand ich heraus, dass es in Berlin in der Friedrichsstraße ebenfalls einen Lomo-Laden gibt (so wie der in New York). Bei meinem nächsten Berlin-Besuch gingen Marianne und ich also gleich mal dorthin.

Unglücklicherweise wäre eine Reparatur dort sehr teuer gewesen; vor allem hätte die Kamera aber erstmal zu einer zentralen Werkstatt eingeschickt werden müssen, und dann hätte man sie irgendwann im Laden in Berlin abholen können, und bis dahin wären wir längst wieder zu Hause gewesen, blabla usw.

Glücklicherweise fanden wir aber einen anderen Laden am Ostkreuz, der schon zu DDR-Zeiten existierte und sich auf alte russische Kameras spezialisiert hat. Ich kann den Laden sehr empfehlen: sie haben nicht nur relativ günstig die Kamera repariert, sondern auch noch ein paar andere kleinere Probleme behoben – und wir konnten sie sogar noch am gleichen Tag wieder abholen!

Der einzige Wermutstropfen ist, dass sie bei der Erneuerung der Rück-Klappen-Dichtung etwas unsauber gearbeitet haben, so dass die Klappe unter Umständen von selbst aufgeht, wenn man die Kamera falsch hält, wodurch natürlich sofort der Film teilbelichtet wird. Ich glaube aber, das Dichtungsproblem kann ich selbst noch beheben…

Jedenfalls bekam ich (auch dank Mariannes Unterstützung) den nächsten Film schon binnen eines halben Jahres voll, gab ihn zum Entwickeln und holte voll Vorfreude in der letzten Woche die neuen Fotos ab!

Fortsetzung folgt…

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Ein Gedanke zu „LOMO LC-A: Teil 2

  1. Lustig. Ich hatte auch eine Lomo LC-A geerbt – genau genommen meine eigene 🙂 die fand sich irgendwann wieder bei meinen Eltern an. Habe sie auch in dem Laden am Ostkreuz reparieren lassen, nachdem ich auch einen Film in den Sand gesetzt hatte, danach selbes Problem bei der Dichtung, aber ansonsten gute Arbeit. Ein, naja, „nicht-ganz-Garantiefall“ wurde dann zwei Monate später ganz kulant kostenlos gemacht. Die Dame an der Kasse mag zuweilen unfreundlich und pampig erscheinen, ist aber eigentlich ganz nett und meint es nur gut. Berlin halt.

    Ach ja, und tolle Fotos. Wirklich. Ist zwar auf Dauer etwas teurer als digital, aber die Bilder sind dafür nicht so langweilig.

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