Reunions

Am vergangenen Wochenende fanden in Princeton die Reunions statt, ein zentrales Ereignis im Jahr, bei dem sich alte Princeton-Alumni wieder sehen. Der Begriff „Klassentreffen“ umschreibt es aber nur sehr ungenau, denn es treffen sich alle Ehemaligen, die Festlichkeiten gehen über drei Tage, und es gibt unzähligen Veranstaltungen, Vorträge, Diskussionsforen und Aufführungen von ehemaligen Orchester-, Theater- oder Arch-singers-Gruppen auf dem Campus. Nicht zu vergessen das große musikalisch untermalte Abschlussfeuerwerk!

Vor allem aber wird in den Hauptquartieren der Jubiläumsjahrgänge (z.B. class of 1985, 1960, 2005, …) jeden Abend gefeiert. Mit viel Live-Musik oder DJs, natürlich den jeweiligen Jahrgängen angepasst. So kann man abends von Zelt zu Zelt ziehen – vorausgesetzt, man hat ein Eintrittsarmband gekauft und trägt es über die gesamten drei Tage. Ja, das hat schon ein bisschen Festival-Atmosphäre…

Ein anderes Highlight ist die P-rade (die heißt so!), in der alle Alumni in einer Prozession über den Campus marschieren, aufsteigend nach Jahrgängen geordnet. Der älteste anwesende Alumnus hat übrigens 1925 graduiert und wurde natürlich am lautesten bejubelt.

Jede Abschlussklasse entwirft für sich auch eine eigene Jacke („beer jacket“), die vermutlich jedes Jahr für die Reunions wieder aus dem Schrank geholt wird. Und nach dem ich drei Tage überall nur diese Jacken gesehen habe, bin ich nun auch davon überzeugt, dass die Universitätsfarben schwarz und orange sehr schick sind. 🙂

Mit Zuschauern hat die Parade etwa 20000 Teilnehmer und dürfte damit die größte Veranstaltung des Jahres in der Stadt sein. Es hat drei Stunden gedauert, bis alle Alumni durchgelaufen sind! Zum Glück gab es zwischendurch immer mal wieder typisches amerikanisches Paradeprogramm: marching bands, Maskottchen, Karnevalsgruppen, semi-lustige Plakate usw. Als letztes läuft immer die aktuelle Abschlussklasse, die damit auch ihre Graduierung feiert. (Die offizielle Commencement-Zeremonie mit den komischen Hüten und den Roben war aber erst heute. Gastredner war Princeton-Alumnus und Amazon-Gründer Jeff Bezos.)

Jetzt wird es wohl auf dem Campus sehr ruhig werden – von Juni bis August ist hier offiziell „Sommer“.

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