Product Displacement

Bei großen Filmproduktionen ist Product Placement ja heutzutage eine fast schon übliche Werbeform, um zumindest einen Teil des Films zu finanzieren. (Unangenehmstes Beispiel ist für mich bisher der Film The Island, in dem nicht weniger als 26 Produkte beworben wurden, und dadurch sogar Plotholes entstanden.)

Das genaue Gegenteil passierte bei dem gestern mit 8 Oscars prämierten Film Slumdog Millionaire, wie Regisseur Danny Boyle in einem Interview mit der Times erklärte. In einer Szene, die in einem indischen Slum gedreht wurde, ist der Mercedes eines lokalen Gangsters zu sehen. Mit diesem Bild hatte Mercedes ein Problem – der Autohersteller wollte seinen Stern nicht in diesem Umfeld präsentiert sehen. Ähnliche Einwände erhob ‚ein großer Softdrinkhersteller‘, dessen Marke auf Flaschen zu sehen war, die an Kinder im Slum verteilt wurden. Die Produzenten des Films mussten deshalb nachträglich für mehrere zehntausend Pfund die entsprechendes Logos aus dem Film digital entfernen lassen. Ganz großer Werbeeffekt… 😦

Interessantes Detail aus dem Interview: Mercedes hatte ausdrücklich ein Problem mit dem Slum, nicht mit dem Gangster. In einer anderen Szene, in der das Auto vor dessen Haus parkt, durfte der Stern drinbleiben.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Product Displacement

  1. I totally agree with you. I really dislike that product placement is somehow replacing the artistic license of actors and directors. I understand that it’s necessary to fund a film – but seriously, there has to be a line drawn in the sand.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s