Test: Internetradio dnt IPdio mini

Ich habe zum Geburtstag ein WLAN-Internetradio geschenkt bekommen, und zwar das dnt IPdio mini in schwarz. Das Kürzel „dnt“ steht für die hessische „Drahtlose Nachrichtentechnik GmbH“. Trotz dieses etwas nostalgisch angehauchten Namens besteht das Gerät aus aktuellster Technik, und deshalb dachte ich mir, ich könnte doch mal einen echten Produkt-Test-Blogbeitrag zu dem Radio verfassen.

ipdio

Andreas vom Glückauf-Blog hat schon eine Menge zum großen Modell „dnt IPdio“ geschrieben, deshalb gilt vieles auch für die mini-Variante: es kann die Formate MP3, WMA, Real und Ogg, und empfängt alle Sender, die man unter www.reciva.com findet – und das sind Tausende! So findet man dort auch fast alle deutschen UKW-Sender. Wem diese Auswahl trotzdem nicht reicht, kann sich anmelden und eigene Stationen dem Verzeichnis hinzufügen.

Die initiale Verbindung zum WLAN-Netzwerk nach dem Anschalten dauert etwas und scheitert sporadisch auch mal, dafür beherrscht es WPA2-Verschlüsselung auf Anhieb. Und der Empfang und das Abspielen der Sender klappt dann erstaunlich problemlos.

Im Gegensatz zu Andreas‘ Modell ist die mini-Variante natürlich kleiner (10x10x16cm) und leichter. Der ebenfalls kleinere integrierte Lautsprecher hat nur 1,5 Watt, bietet aber trotzdem einen guten Klang und ist für unsere Küche völlig ausreichend. Für alle Fälle gibt es aber auch Ausgänge für Line-out und Kopfhörer.

Größter Schwachpunkt ist vielleicht das Display: Es hat nur zwei Zeilen, was die Navigation etwas erschwert, und ist auch etwas reaktionsträge. Überhaupt ist hin und wieder die Reaktion des Radios auf Eingaben ganz leicht verzögert. Es gibt nur 3 Stationstasten am Gerät, dafür befindet sich (im Gegensatz zum großen Modell) eine Fernbedienung im Lieferumfang, mit der man unter anderem 99 Sender speichern und wählen kann. Gut, die Fernbedienung ist jetzt auch nicht gerade hochwertig, aber weil all diese Kritikpunkte Bereiche betrefen, die für ein Radio eher unwichtig sind, würde ich sagen, sie haben genau an den richtigen Stellen gespart.

Daneben kann man mit dem Gerät Musik übers Netz vom Computer abspielen: entweder über einem UPnP-Server, der die Musikbibliothek zugänglich macht (z.B. Windows Media Player 11), oder direkt über Musikdateien in freigegebenen Windows-Ordnern. Beides habe ich getestet und es funktioniert technisch völlig problemlos. Leider ist die Auswahl von Titeln etwas umständlich, einerseits wieder aufgrund des kleinen Displays, andererseits weil die Titel beim Auswählen immer an das Ende einer internen Wiedergabeliste gehängt werden, was manchmal extrem nervig sein kann. Das DAAP- und Bonjour-Protokoll von iTunes wird leider nicht unterstützt, es gibt aber UPnP-Proxies für die iTunes-Bibliothek (ironischerweise kostenpflichtige für Windows und kostenfreie für Mac OS X).

Unterm Strich macht das dnt IPdio mini seine eigentliche Aufgabe als Internet-Radio sehr gut, und ich bin rundum zufrieden!

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Ein Gedanke zu „Test: Internetradio dnt IPdio mini

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