Genau wie damals

Brigitte Mohnhaupt wird nach 24 Jahren aus der Haft entlassen. Das ruft bei einigen Teilen der CDU und vor allem CSU großen Unmut hervor. Beispielsweise ist für den rechtspolitischen Sprecher der Unions-Fraktion, Jürgen Gehb, das Freilassungsurteil eine „Ohrfeige für das Rechtsempfinden der Menschen„. Diese Einschätzungen innerhalb der Union werden wiederum von verschiedenen Bloggern kritisiert.

Meiner Meinung nach sind die Äußerungen der CDU und CSU sehr fair und hilfreich. Denn man muss sich verdeutlichen, dass Brigitte Mohnhaupt durch ihre lange Haftstrafe 24 Jahre Leben in Deutschland verpasst hat. Dieses Land ist ihr fremd geworden, alles ist anders als damals, scheinbar nichts ist mehr so, wie es war.

In dieser für sie äußerst verwirrenden Situation ist es die Union, die mutig auf sie zugeht und hilfreich erklärt: „Liebe Frau Mohnhaupt! Vieles mag sich in den letzten 24 Jahren verändert haben – wir aber nicht! Wir finden Sie immer noch scheiße, und möchten Sie am liebsten weiterhin hinter Gittern sehen!“ Ich finde, für Frau Mohnhaupt sind es genau diese alten, vertraut klingenden Worte, die ihr ein Stück weit Orientierung bieten in einer ansonsten fremd gewordenen Welt.

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