Spracherkennung böse

Als Informatiker und halber Computerlinguist hat mich natürlich auch die kürzlich bekannt gewordene potentielle Sicherheitslücke in Windows Vista sehr interessiert.

Offenbar scheint die eingebaute Spracherkennung von Vista schon so gut zu funktionieren, dass man ahnungslose Anwender zum Abspielen von Sprachbefehl-Sounddateien bringen kann, die (falls laut abgespielt und vom Mikrofon aufgenommen) von der Spracherkennung wiederum erkannt und in die Tat umgesetzt werden.

„Computer! Diese Sounddatei an alle im Adressbuch schicken! Dann Festplatte formatieren!“

Ja klar, es müssen dazu wahnsinnig viele unrealistische Bedingungen erfüllt sein. Trotzdem habe ich so eine Ahnung, dass gerade in unserer Hightech-Welt so dermaßen plumpe und, wie soll ich sagen, analoge Computerviren tatsächlich funktionieren könnten.

Ich find’s jedenfalls witzig, die Sache weiterzudenken: Kommt da jetzt eine ganz neue Klasse von gesprochenen Computerviren auf uns zu? Kann jetzt jeder fiese Streiche gegen seine Arbeitskollegen aufnehmen? Gibt es demnächst Virenpodcasts? Und kippt die Stimmung in der Bevölkerung gegen Computerlinguisten?

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Ein Gedanke zu „Spracherkennung böse

  1. Geil!

    Aber wenn man meine Oma fragt, sind Computerlinguisten eh böse, schon weil sie Arbeitsplätze vernichten.

    Sprechererkennung wird immer wichtiger.

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