Archiv der Kategorie 'Computer'

iTunes nicht nur für iPods

Bevor ich einen iPod hatte, habe ich auch schon iTunes zur Musikverwaltung genutzt. Die Musik habe ich dann trotzdem mit einem normalen USB-MP3-Player synchronisiert.

Das funktioniert mit einem kleinen Windows-Tool namens iTunes Agent, welches zusammen mit iTunes startet, unauffällig unten rechts in der Taskleiste sitzt und auf Knopfdruck die Musik einer iTunes-Playlist in einen Ordner auf dem Gerät kopiert.

Genauer gesagt sorgt iTunes Agent dafür, dass hinterher genau die Musik aus der Playlist in dem Ordner liegt. Dabei lässt sich relativ frei konfigurieren, welche Unterordner-Struktur auf dem Player angelegt werden soll (nach Alben, Künstler, usw.) und wie die Musikdateien benannt werden sollen. Das ganze funktioniert mit jedem handelsüblichen dateibasierten „Mass Storage Device“ MP3-Player.

Wenn man iTunes schließt, beendet sich iTunes Agent automatisch mit. Es handelt sich also um eine relativ elegante, inoffizielle iTunes-Erweiterung, und kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Und damit sollte ich den Beitrag auch beenden, bevor herauskommt, dass ich in den Release Notes der aktuellen Version 1.3 namentlich erwähnt werde…

Botschaften in Mac-OS-X-Icons

Im Logo der Mac-OS-Version von iTunes ist ein kleines Gimmick versteckt: wenn man ganz nah an das Anwendungs-Icon heranzoomt, kann man auf der CD hinter den blauen Noten die Innenaufschrift „iTunes 7″ und „Apple 2006″ erkennen.

Leider war das so gut versteckt, dass sie vergessen haben, das Logo in der neuen Version 8 zu aktualisieren! Wenn dieser Fehler aufgrund dieses Blogeintrags in der Apple-Welt erst einmal bekannt wird, dann werden hier die Zugriffszahlen rasant… ach, verdammt.

Weitere auffällige Icons sind das Anwendungslogo von TextEdit, das sich beim Heranzoomen als ein Brief von John an Kate entpuppt, sowie die symbolische Darstellung von Windows-PCs im Netzwerk als Röhrenmonitore mit echtem Blue Screen of Death:-)

Picasa 3

In all den Meldungen über den neuen Webbrowser Chrome geht ein bisschen unter, dass Google gerade auch still und heimlich die neue Version 3 der sehr guten Bildverwaltungssoftware Picasa veröffentlicht hat. Wollt ich nur ma gesacht ham.

Outlook-Alternativen

Es ist ja schön und gut, dass es mittlerweile zu vielen kommerziellen Anwendungen wie Office-Paketen, Webbrowsern, Grafikprogrammen oder Mediaplayern jeweils mehrere Open-Source-Alternativen gibt, die zum Teil sogar deutlich besser sind.

Nur in der wichtigen Kategorie der Personal Information Manager scheint es aus irgendwelchen Gründen nicht zu gelingen, eine halbwegs starke Alternative zu Microsoft Outlook (und zu Exchange) zu entwickeln. Bei der Integration von Emails, Kalendereinträgen und Aufgabenlisten nebst Synchronisation mit Internet und Handy liegen die entsprechenden Projekte Evolution, Kontact oder Thunderbird/Lightning noch ziemlich weit zurück.

Auch der Werberummel und das öffentliche Interesse daran bleiben bisher eher verhalten. Was schade ist, weil diese Projekte meiner Meinung nach eine sehr große Bedeutung für die Akzeptanz des Linux-Desktops in Unternehmen haben.

Pinguine beim Hochfahren

Das Gerücht ist also doch wahr! Seit Monaten warte ich darauf, und heute ist es auch bei mir passiert. Beim Anschalten des Computers erschien das openSuse-Bootmenü mal nicht im üblichen schlichten Design, sondern in der Winter-Variante mit laufenden Pinguinen! :-)

openSuse-Winter-Bootmenü

(Farbverfälschungen bedingt durch Handykamera)

Usability-Zwischennotiz

Neulich ist mir aufgefallen, dass sich bei Buttons in grafischen Benutzeroberflächen die Diskette als Symbol für „Speichern“ allgemein durchgesetzt hat.

Das ist schon erstaunlich. Nicht nur, weil eine Diskette genauso gut für „Öffnen“/“Laden“ stehen könnte. Sondern auch, weil eine zunehmende Anzahl von Menschen vermutlich gar nicht mehr weiß, was eine Disketten überhaupt ist.

Ränder in PDF-Dateien abschneiden

Nerd content ahead:

Ich habe hier ziemlich oft das Problem, dass ich ein PDF-Paper ausdrucken möchte, das mit LaTeX erstellt wurde, genauer mit der Dokumentenklasse „article“. Diese Klasse lässt standardmäßig großzügige weiße Ränder auf jeder Seite. Wenn ich dann zwei Seiten auf einer ausdrucke, gerät der Text leider recht klein, während gleichzeitig viel wertvoller Platz durch die übergroßen Ränder verschenkt wird.

Es gibt verschiedene Wege, diese Ränder im PDF abzuschneiden. Da ich zufällig gerade kein Adobe Acrobat zur Hand habe, benutze ich das Perlscript pdfcrop, geupdatet um den Patch pdfcrop2. Es benötigt Perl, Ghostscript und PdfTex. Die fertigt gepatchte Datei findet man hier.

Mit pdfcrop2 reicht folgende Zeile:

pdfcrop2 --mode auto --margin 10 input.pdf output.pdf

Das schneidet von allen Seiten der Datei input.pdf soviel Rand wie möglich ab. Auf jeder Seite wird dabei exakt gleich viel abgeschnitten, d.h. Größe und Position der optimalen Bounding Box wird einmalig für alle Seiten berechnet. Danach wird auf jeder Seite wieder je 10 Millimeter Rand hinzugefügt, und das Resultat in die output.pdf geschrieben. Ein 2-auf-1-Ausdruck sieht dann gleich viel besser aus.

Wikipedia-Unsinn automatisch erkennen

In der deutschen Wikipedia soll ein Markierungssystem eingeführt werden, mit dem erfahrene Autoren einen Artikel als „frei von Unsinn oder falschen Darstellungen“ kennzeichnen können.

Die Idee ist gut, erfordert aber einen hohen Personalaufwand. Weil die am heftigsten umstrittenen Artikel oft den meisten Müll enthalten, schlage ich ein automatisiertes System vor: den WikiDisputeRank™! Dieser gibt an, wie umstritten ein Artikel ist, und stellt damit ein gutes Maß für die Unzuverlässigkeit des Inhalts dar.

Er ergibt sich aus der aktuellen Länge der Diskussionsseite im Verhältnis zur aktuellen Länge des eigentlichen Artikels, sowie aus der Anzahl der gemachten Änderungen im Verhältnis zum Alter der ersten Artikelversion:

WikiDisputeRank = (Diskussionslänge / Artikellänge) *
(Anzahl Änderungen / Alter des Artikels)

Damit Schönheitsreparaturen nicht wie Radikalkürzungen betrachtet werden, könnte man jede Änderung auch noch nach der Länge der geänderten Textstellen gewichten, oder besser noch diese Länge im Verhältnis zur Artikellänge zum Änderungszeitpunkt.

Sobald diese Zahl eine gewisse Schwelle erreicht (ein noch zu ermittelnder Erfahrungswert), könnte dann oben auf der Artikelseite automatisch eine entsprechende Warnung eingeblendet werden. Na gut, dieses Verfahren markiert nur die potenziell schlechten Artikel statt der definitiv guten Artikel, aber dafür kostet es nix.

Softwareentwickler-Humor III

Den Instant Messenger Trillian gibt es demnächst in einer neuen Version namens „Astra“. Für eines der neuen Features entschuldigen sich Entwickler gleich im Voraus:

Buzz

By popular request, Trillian Astra now supports the „buzz“ feature of many other IM clients. Buzzing your contact is an incredibly annoying way to quickly get their attention. We apologize in advance for coding this.

Fehlerhafte Erfolgsmeldung

Wenn ich etwas unter Windows sehr cool finde, dann ist es der Button „Reparieren“ bei den Netzwerkverbindungen. Immer wenn was „mit dem Internet“ hakt, kann man einfach mal draufklicken; dadurch wird die komplette Verbindung (bis runter zum Netzwerkadapter) kurz deaktiviert und dann wieder aufgebaut. Das funktioniert zwar nicht immer, trotzdem sollte es deutlich mehr solcher „Reparieren“-Buttons in Windows geben… :-)

Das Ärgerliche dabei ist nur, dass bei erfolgreichem Netzwerkneustart trotzdem immer die folgende Fehlermeldung kommt:

Die Verbindung konnte nicht repariert werden. Wiederholen Sie den Verbindungsversuch.

Der moderne DAU von heute kann dabei natürlich nicht wissen, dass diese scheinbare Fehlermeldung schlichtweg einem Übersetzungsfehler geschuldet ist!

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