Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Baustelleninsel

Baustelleninsel

Täuschend echt

Das Betriebssystem Android ist eigentlich für Mobiltelefone und andere kleinere Geräte gedacht. Jetzt gibt es davon testweise auch eine Variante für normale PCs. Ich habe es mal eben am Rechner ausprobiert, und die erste Meldung nach dem Start zeigt mir, dass es sich definitiv um das Original-Android handelt… :-)

Android: Batterie leer

Android: Batterie leer

Antischwerkraftpatent

Michael Jackson in Smooth Criminal...

Für diesen Move hat Michael Jackson...

 

...und sein Schuh-Patent

...ein Patent!

Grußformeln in Briefen

Neulich ist mir aufgefallen, dass bei abschließenden Grußformeln in Briefen eigentlich grundsätzlich keine Komma gesetzt werden darf. Also nicht nur keins nach „Mit freundlichen Grüßen“, sondern auch keins bei nicht-förmlichen E-Mails. Also etwa:

Viele Grüße
Robert

Ich würde mal schätzen, dass die meisten da ein Komma setzen — ich hab es jedenfalls bisher immer so gemacht. Einfach so! Ohne nachzudenken! Wenn ich gewusst hätte, wie schrecklich falsch das war…

(Irritierend kommt hinzu, dass im Englischen hinter Grußformeln immer ein Komma gesetzt werden muss.)

Journalisten-PageRank

Bei Bildblog beichtet ein anonymer Gastschreiber, dass er die Wikipediaseite des neuen Bundeswirtschaftsminister Guttenberg manipuliert hat: er hat dessen 10  Vornamen noch einen erfundenen elften hinzugefügt, nämlich „Wilhelm“.

Dass jetzt haufenweise etablierte Medien, darunter Süddeutsche Zeitung und taz, den kompletten Namen inklusive dem falschen Wilhelm ungeprüft aus der Wikipedia abdrucken, halte ich bei diesem Thema weniger für einen Skandal. Es ist höchstens peinlich, wenn man wie Spiegel Online den Minister selbst seinen falschen Vornamen in wörtlicher Rede in den Mund legt, oder wie Bild den „Wilhelm“ fett auf der Titelseite druckt. :-)

Wirklich bemerkenswert an der Geschichte finde ich, wie der falsche Name in den Medien wiederum den falschen Namen in der Wikipedia belegt:

Doch der falsche Vorname verschwand nur kurzzeitig aus der Online-Enzyklopädie. Denn der Einzelnachweis war schnell gefunden: Schließlich konnte man ja bei „Spiegel Online“ nachlesen, dass sich der Minister selbst so nennt.

Mehrere verschiedene Quellen belegen also ihre Falschaussage, indem sie sich gegenseitig zitieren. Eigentlich Alltag im Journalismus: meine Glaubwürdigkeit hängt direkt ab von den Glaubwürdigkeiten der von mir zitierten Quellen.

Das sollte mal formal untersucht werden. Kann man alle Glaubwürdigkeiten berechnen? Gibt es einen Fixpunkt? Kann man einen Algorithmus wie Googles PageRank dafür verwenden? Dann könnte man auch mal das Entstehen von Falschmeldungen simulieren…

Frohe…

…Weihnachten natürlich. :-)

Update, 1. Januar: Und ein gutes neues Jahr. ;-)

Die 7 unkonstruktivsten Foren-Antworten

Eine typische Situation: Eine Software verhält sich nicht so, wie man es gern hätte. Bei der Suche im Internet stößt man glücklicherweise auf ein Forum, in dem jemand exakt das gleiche Problem hat und genau die entscheidende Frage formuliert. 

Fast schon gesetzmäßig folgen darauf mehrere Antworten, die absolut überhaupt ganz und gar nicht weiterhelfen. Deshalb haben Jan und ich hier die Top 7 der unkonstruktivsten Foren-Antworten zusammengestellt, sortiert nach dem Grad der Unnützlichkeit!

Platz 7: 
„Kenne mich damit nicht aus. Ich benutze [andere Software für anderes Betriebssystem].“

Platz 6:
Der Moderator antwortet: „Diese Frage wurde in diesem Forum schon einmal beantwortet. Thread geschlossen.“ (Kein Link.)

Platz 5:
„Warum willst du das überhaupt?“ (Oder die Mac-Benutzer-Variante: „Das will man gar nicht.“)

Platz 4:
„Haha, das ist mal wieder typisch für diesen proprietären Microsoft-Müll / überteuerten Apple-Scheiß / Open-Source-Frickelkram.“

Platz 3:
„Ich hatte neulich ein Problem mit [völlig anderes Thema].“

Platz 2:
„Also bei mir funzt es.“ (Gern gefolgt von: „Jepp, auch bei mir alles supi.“)

Platz 1:
Der Fragesteller selbst: „Danke, aber die Sache hat sich erledigt. Ich hab’s gerade selbst herausgefunden!“ (Keine weiteren Erklärungen.)

 

Fehlt etwas in der Liste? Nur her damit!

Test: Internetradio dnt IPdio mini

Ich habe zum Geburtstag ein WLAN-Internetradio geschenkt bekommen, und zwar das dnt IPdio mini in schwarz. Das Kürzel „dnt“ steht für die hessische „Drahtlose Nachrichtentechnik GmbH“. Trotz dieses etwas nostalgisch angehauchten Namens besteht das Gerät aus aktuellster Technik, und deshalb dachte ich mir, ich könnte doch mal einen echten Produkt-Test-Blogbeitrag zu dem Radio verfassen.

ipdio

Andreas vom Glückauf-Blog hat schon eine Menge zum großen Modell „dnt IPdio“ geschrieben, deshalb gilt vieles auch für die mini-Variante: es kann die Formate MP3, WMA, Real und Ogg, und empfängt alle Sender, die man unter www.reciva.com findet – und das sind Tausende! So findet man dort auch fast alle deutschen UKW-Sender. Wem diese Auswahl trotzdem nicht reicht, kann sich anmelden und eigene Stationen dem Verzeichnis hinzufügen.

Die initiale Verbindung zum WLAN-Netzwerk nach dem Anschalten dauert etwas und scheitert sporadisch auch mal, dafür beherrscht es WPA2-Verschlüsselung auf Anhieb. Und der Empfang und das Abspielen der Sender klappt dann erstaunlich problemlos.

Im Gegensatz zu Andreas’ Modell ist die mini-Variante natürlich kleiner (10×10x16cm) und leichter. Der ebenfalls kleinere integrierte Lautsprecher hat nur 1,5 Watt, bietet aber trotzdem einen guten Klang und ist für unsere Küche völlig ausreichend. Für alle Fälle gibt es aber auch Ausgänge für Line-out und Kopfhörer.

Größter Schwachpunkt ist vielleicht das Display: Es hat nur zwei Zeilen, was die Navigation etwas erschwert, und ist auch etwas reaktionsträge. Überhaupt ist hin und wieder die Reaktion des Radios auf Eingaben ganz leicht verzögert. Es gibt nur 3 Stationstasten am Gerät, dafür befindet sich (im Gegensatz zum großen Modell) eine Fernbedienung im Lieferumfang, mit der man unter anderem 99 Sender speichern und wählen kann. Gut, die Fernbedienung ist jetzt auch nicht gerade hochwertig, aber weil all diese Kritikpunkte Bereiche betrefen, die für ein Radio eher unwichtig sind, würde ich sagen, sie haben genau an den richtigen Stellen gespart.

Daneben kann man mit dem Gerät Musik übers Netz vom Computer abspielen: entweder über einem UPnP-Server, der die Musikbibliothek zugänglich macht (z.B. Windows Media Player 11), oder direkt über Musikdateien in freigegebenen Windows-Ordnern. Beides habe ich getestet und es funktioniert technisch völlig problemlos. Leider ist die Auswahl von Titeln etwas umständlich, einerseits wieder aufgrund des kleinen Displays, andererseits weil die Titel beim Auswählen immer an das Ende einer internen Wiedergabeliste gehängt werden, was manchmal extrem nervig sein kann. Das DAAP- und Bonjour-Protokoll von iTunes wird leider nicht unterstützt, es gibt aber UPnP-Proxies für die iTunes-Bibliothek (ironischerweise kostenpflichtige für Windows und kostenfreie für Mac OS X).

Unterm Strich macht das dnt IPdio mini seine eigentliche Aufgabe als Internet-Radio sehr gut, und ich bin rundum zufrieden!

Logofragen

Nachdem das Logo der HypoVereinsbank jetzt nicht mehr blau, sondern rot ist,  müsste dann nicht auch einer der dunkelblauen Streifen im Cash-Group-Logo durch einen roten ersetzt werden?

Stadtplanungsgimmick

Ich bin gerade wieder auf der Tagung, von der ich gestern schrieb. Sie findet ganz im Grünen statt: auf Schloss Fürstenried, heutzutage katholisches Exerzitienhaus und gleichzeitig Tagungszentrum.

Das Schloss ist relativ klein, hat aber eine nette Gartenanlage. Vor allem fällt aber schon auf der Karte auf, dass das Schloss am Ende einer langen Sichtachse zum Stadtzentrum liegt (heute eine Autobahn).

Und deshalb kann ich jetzt direkt aus dem Tagungsraum über das Schlosstor hinweg gerade durch bis zur 8 km entfernten Frauenkirche schauen! Okay, auf dem Foto sieht das jetzt wegen des schlechten Wetters nicht so beeindruckend aus, aber trotzdem.

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