Archiv für Juni 2008

Gepäck wieder da

Inzwischen ist auch mein Gepäck eingetroffen. Gestern, ca. 1 Stunde vor Anpfiff, wurde es persönlich vorbeigebracht.

Vorbei

So, das war’s. Nach einer kurzen, aber hocheffektiven Shoppingtour habe ich Stahlstadt gestern endgültig hinter mir gelassen, und bin jetzt wieder zuhause in München.

Die Reise verlief leider nicht ohne Komplikationen. Für die Umsteigezeit in Philadelphia habe ich 3 Stunden 21 Minuten Umsteigezeit eingeplant. Es stellte sich heraus, dass das immer noch äußerst knapp bemessen war. Denn pünktlich gestern nachmittag zog in Philadelphia ein heftiges Sommergewitter auf, woraufhin dort die Landeerlaubnisse drastisch eingeschränkt werden mussten. Dies betraf insbesondere kleine Flüge wie meiner von Pittsburgh, welcher sich damit um gut drei Stunden verzögerte. :-(

In Philadelphia selbst bin ich dann innerhalb von 10 Minuten von einem Terminal zum anderen gerannt und habe meinen Transatlantikflug gerade noch erreicht, bevor das Gate namens A20 schloss. Nur wenige Minuten später und damit ohne jede Kulanzverspätung fuhr das Flugzeug auch schon los, um dann kurz darauf… noch eine dreiviertel Stunde im Stau vor der Startbahn rumzustehen. Grrr.

Leider konnte mein Gepäck mit diesem Umsteigetempo nicht mithalten. Meine Reisetasche liegt jetzt wahrscheinlich noch irgendwo in Philadelphia rum, und ich hoffe, dass sie mit dem nächsten Flug heute Nacht nach München kommt.

Downtown Pittsburgh

Market SquareHeute war ich ziemlich viel durch die Innenstadt gelaufen. Für erfahrene New-York-Kenner sicher nur eine Kleinigkeit, für mich aber schon sehr beeindruckend. Zwei Dinge sind mir besonders aufgefallen:

Dass die Hochhäuser hoch sein würden, damit habe ich gerechnet. Dass die Straßen dazwischen aber so schmal sind (relativ), das hätte ich eigentlich nicht gedacht.

Ebenfalls nicht erwartet hätte ich, dass sich Fußgänger grundsätzlich nicht an die Ampeln halten. Eigentlich logisch, weil es für Fußgänger einfach nie grün wird, aber trotzdem.

    Um mir die Lauferei etwas abzukürzen, dachte ich mir irgendwann, ich fahre mal eine Station mit der „T“, einer Vorortbahn, die in der Innenstadt unterirdisch verläuft. Begünstigt wurde diese Entscheidung durch den Umstand, dass alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Downtown-Bereich kostenlos sind. Leider hat es dann ewig gedauert, bis eine Bahn kam. Und die war dann nicht viel größer als eine Straßenbahn in München…

    Jetzt bin ich ziemlich fertig, auch weil das Wetter den ganzen Tag schwülwarm war.

    Fußballübertragung mit Hindernissen

    Meine Tagung ist seit gestern Mittag vorbei. Sie war weniger anstrengend als gedacht, und es gab auch viel mehr interessante Vorträge, als ich erwartet habe. Alles in allem hat es sich wirklich gelohnt!

    Ich war daraufhin gestern und heute die ganze Zeit unterwegs, deshalb gibt es erst jetzt wieder ein Update. Wir haben hier gestern Nachmittag das Spiel gesehen, in Peter’s Pub, einer urigen amerikanischen Kneipe. Der Treffpunkt wurde von eine paar Leuten aus Edinburgh vorgeschlagen. Leider haben sie uns den falschen Ort mitgeteilt, so dass wir 20 Minuten zu spät kamen. Da will ich den Schotten mal keine böse Absicht unterstellen. :-)

    In der Kneipe gab es übrigens (wie überall) das Yuengling Lager. Das Etikett versucht zu beeindrucken mit „from America’s Oldest Brewery“, nämlich „since 1829″… :-)

    Jedenfalls war die Kneipe überraschend voll mit Leuten, die das Spiel verfolgten. Dabei waren eine Reihe von Deutschen anwesend, vermutlich keine Türken, hauptsächlich aber Leute, die einfach bei jedem Tor gejubelt haben.

    Das Spiel lief auf dem amerikanischen Kabelsender ESPN, und ich war wirklich beeindruckt, wie professionell die das aufgezogen haben. Sie haben Kommentatoren aus England eingeflogen, die deutschen Fußballernamen wurden richtig ausgesprochen, und es gab sogar Halbzeitanalysen und Nachberichterstattungen!

    Leider war der Sender auf das internationale Fernsehsignal angewiesen, und so konnten sie bei den Bildausfällen gar nichts mehr tun – ein flexibles Umschalten auf das Schweizer Signal hätte man nicht erwarten können. Da die Kommentatoren auch nicht im Stadion saßen, gab auch nicht mal eine Audioverbindung. Und so kam es, dass wir sowohl das zweite deutsche als auch das zweite türkische Tor komplett verpasst haben. :-(

    Statt dessen wurde dann immer wieder die Fanmeile und Fußgängerzone von Basel gezeigt. In einem dieser Momente kamen zwei Amerikaner in die Kneipe und wunderten sich darüber, dass alle gebannt auf eine Straße in Basel starrten… ich hörte nur „what’s goin’ on, man?“ :-)

    Trotz der vielen Unterbrechungen und der (für uns) ungewöhnlichen Zeit war zumindest zum Schluss noch einige Stimmung in dem Laden.

    Schulbusse

    Schulbusse

    Und immer noch mehr original amerikanische Erlebnisse: Gestern war Conference Dinner in einem Restaurant, von dem man aus einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Pittsburgh hat. Dorthin gekarrt wurden wir in Schulbussen! Außen gelb, innen total eng und im Gegensatz zu den Hörsälen leider ohne Klimaanlage…

    Klimaanlage

    Ich bin relativ stolz darauf, dass ich heute morgen trotz wunderschönen Wetters einen dicken Pullover eingepackt habe. Nicht dass sich das Wetter geändert hätte. Ich frage mich nur: warum muss man hier die Klimaanlage im Hörsaal bis zum Gefrierpunkt aufdrehen? Ich habe, wie die meisten anderen, noch im Pullover gefroren.

    Standardprozedur

    Ständig versuche ich hier, mich von allen amerikanischen Klischees zu befreien, aber es gelingt mir nicht, weil die Klischees mich verfolgen!

    Ich teile das Badezimmer hier im Wohnheim mit meinen Nachbarn, und zwar in dem Sinne, dass das Bad jeweils von meinem und vom Nachbarzimmer aus zugänglich ist. Wenn man im Bad ist, muss man also die Tür des anderen von innen abschließen. Dieses Verfahren provoziert natürlich geradezu Situationen, in denen man vergisst, hinterher die Tür seines Gegenübers wieder aufzuschließen.

    Und genau das haben meine Nachbarn (eine kleine Familie) heute vergessen, und deshalb kam ich nicht mehr ins Bad. Auf mein Klopfen rührte sich niemand. Heute am späten Nachmittag hat mich das noch nicht so sehr gestört, aber als ich vom Essen zurückkam, waren die Nachbarn immer noch nicht da, und die Tür zu.

    Also ging ich zum 24-Stunden-Campus-Housing-Desk und schilderte das Problem. Ich hatte damit gerechnet, dass der Typ eine Art Generalzugangskarte rausholt (hier gibt es nur Magnetkarten-Türschlösser). Statt dessen rief er die Campus Police! Und die war soeben hier: zwei gemütliche ältere Polizisten in voller Uniform. Sie verschafften sich Zutritt ins Nachbarzimmer und haben die Badtür wieder geöffnet.

    Es stellte sich dann auch heraus, dass die Familie bereits abgereist war. Da hätte ich lange warten können…

    Fotos von Pittsburgh

    Hamerschlag Hall Ein paar der Fotos, die ich hier mache, kann man bei Flickr bewundern. Besonders weit rumgekommen bin ich allerdings noch nicht. Ich versuche aber, trotzdem den Photostream regelmäßig zu aktualisieren.

    Geschafft

    Psst! Ich bin gerade Live auf dem PCC-Workshop. Den Vortrag habe ich hinter mir, und er ist auch gut gelaufen. Es sind aber auch nicht besondern viele Leute anwesend, vielleicht so 20. Mir soll es egal sein. :-)

    Aufgewacht

    Bin heute um sechs Uhr früh aufgewacht. Eigentlich ganz gut, angesichts der Zeitverschiebung von sechs Stunden.

    Ich habe hier ein Einzelzimmer auf dem Campus der Carnegie Mellon University – möbliert streng nach Richtlinien aus dem Anfang der 80er. Aber es ist recht ruhig (bis auf die obligatorische Klimaanlage/Lüftung), nur hin und wieder hört man ein Hupsignal, wahrscheinlich von Zügen.

    Der Campus ist schon ziemlich groß, und auf dem zentralen Platz in der Mitte befinden sich… Tennisplätze. Insgesamt sind die Gebäude nicht so altehrwürdig, wie ich dachte, aber im Dunkeln habe ich gestern eh nicht so viel gesehen.

    Eher habe ich gekämpft mit dem verdammten Zutrittskartensystem für die Wohnhäuser: man muss die Karte auf eine bestimmte Weise da reinstecken, und auch einen Code eingeben, aber beides in der richtigen Reihenfolge tun usw.

    Andreas vom Lehrstuhl ist auch hier, ist aber (wie offenbar die meisten anderen) im West Wing untergebracht, nicht wie ich im Welch House. Und natürlich darf ich mit meiner Zugangskarte nicht in deren Haus rein usw usf. Aber immerhin ist deren Zimmermöblierung auch nicht schicker als meine :-)

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