Archiv für Januar 2007

Telekom-Weckruf

Anfang Januar hatte ich einen Telefonanschluss (Neuanschluss) für unsere Wohnung beauftragt. Nur* drei Wochen später, nämlich heute, wurde er auch geschaltet. Um es gleich vorweg zu nehmen: er funktioniert auch einwandfrei.

In der Ankündigung stand allerdings, dass der Anschluss heute „zwischen 8 und 16 Uhr“ geschaltet würde, und ich solle doch bitte während dieser Zeit mal eben zu Hause sein.

Ich sehe es aber gar nicht ein, mir einen ganzen Tag freizunehmen, nur damit so ein Telekom-Techniker mal für fünf Minuten in die Wohnung kann. Deshalb habe ich einfach gehofft, dass er gleich morgens kommt. Je früher, desto besser.

Und siehe da – meine Hoffnungen wurden auch erfüllt. Und zwar überdeutlich. Genauer gesagt war es 6:30 Uhr, als das Handy klingelte und der Techniker anfragte, ob er vorbei kommen könne. Eine halbe Stunde später war er da und hat tatsächlich nur fünf Minuten gebraucht.

Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Zeitlich kam mir der Termin relativ gut gelegen. Trotzdem frage ich mich: Wann beginnt ein Arbeitstag bei der T-Com? Wann endet er? Gibt es Nachtzulagen?

*neue Ad-Hoc-Typographie-Konventation: ironische Stellen werden in dieser Schrift gesetzt.

Schmutzkampagne

Gestern titelte eine große deutsche Boulevardzeitung in riesigen Lettern ungefähr folgendes:

Sex-Skandal um Paris Hilton!

Meine Einschätzung: Die ‘Bild’ will bloß verhindern, dass sie CSU-Vorsitzende wird…

Wintereinbruch

Seit gestern frueh… Hmm, ich sollte einen Gestern-Blog aufmachen. Irgendwie bin ich immer einen Tag zu spaet dran.

Also seit gestern frueh ist der Winter hier in Muenchen eingebrochen, und hat ein ziemlich grosses Verkehrschaos verursacht. Es schneit viel, es ist sehr glatt, und zumindest gestern waren die Strassen nur unzureichend geraeumt. Dabei kam es natuerlich zu vielen Unfaellen. Auch im Nahverkehr gab es massive Verspaetungen; immer wieder fielen Zuege und Busse aus. Womoeglich wird sich morgen frueh das gleiche noch einmal abspielen.

Was mir aber an der Stadt gefaellt, ist dass trotz Tiefschnee, Matsch und Glatteis ausgerechnet immer noch erstaunlich viele Radfahrer unterwegs sind.

Dienstausweis

Ich habe heute meinen Dienstausweis bekommen, der mich als wissenschaftlicher Mitarbeiter der LMU ausweist! Es handelt sich dabei um eine hypermoderne Zugangskarte mit SmartChip(tm); damit kann ich auch Mittagessen kaufen, Bus fahren, Kopierer benutzen, Buecher ausleihen, sicher im Internet surfen, waehlen gehen, und…

Nee, stimmt nicht. Der Ausweis ist aus Papier, zusammengefaltet so gross wie ein Personalausweis, mit angeheftetem Passbild.

Oh, und was man damit machen kann, muss ich auch noch herausfinden.

Das Streben nach Glueck

Bereits vorgestern habe ich im Kino „Das Streben nach Glueck“ gesehen. Es geht darin um einen erfolglosen Vertreter (Will Smith), dessen finanzielle Lage zusehends schlechter wird. Als seine Frau ihn verlaesst, besteht er darauf, dass sein Sohn (Will Smith’s Sohn) bei ihm bleibt. Er beginnt ein unbezahltes Praktikum/Ausbildung als Boersenmakler, mit geringen Chancen auf eine anschliessende Festanstellung. Es kommt fast konstant immer schlimmer: Das Finanzamt nimmt sein letztes Geld, bald muss er in ein billiges Motel ziehen und spaeter in Notunterkuenften uebernachten – immer mit seinem Sohn an seiner Seite. Er versucht dennoch (aber nicht immer erfolgreich), alle sich ergebenden Moeglichkeiten zu nutzen. Und natuerlich geht der Film letztlich gut aus.

Ich fand den Film ziemlich bewegend, stellenweise habe ich mit der Hauptfigur richtig mitgelitten. Sehr gut waren z.B. die Szenen in der U-Bahn-Toilette und das 5-Dollar-Leihen fuer ein Taxi. Armut und Obdachlosigkeit wurden ueberraschend deutlich gezeigt, und der lockere Will-Smith-Humor zwischendurch wirkte eher bedrueckend.

Der Film konzentriert sich hauptsaechlich auf Vater und Sohn, und ihr Streben nach Glueck. Zwar werden keine Systeme angeprangert, andererseits schafft es der Film aber groesstenteils, die uebliche Du-kannst-alles-schaffen-wenn-du-nur-an-dich-glaubst-Moral nicht allzu deutlich raushaengen zu lassen. Nur das Ende war dann doch zu happy fuer meinen Geschmack (Epilogtafeln: „Jahre spaeter wurde er Millionaer“). Ironischerweise ist das aber vielleicht genau dem Umstand zu verdanken, dass es sich hier mal wieder um eine „wahre Geschichte“ handelt.

Insgesamt ein guter Film. Und ich hab endlich mal gesehen, wie Homer-Simpson-Sprecher Dan Castellaneta aussieht.

Ausserdem war ich mit dem Royal vermutlich das erste Mal in einem Kino, in dem es im Saal ein Gefaelle von vorn nach hinten gibt, d.h. die vorderen Reihen liegen hoeher als die hinteren. Ermoeglicht wird das durch Kinosessel, in denen man sehr tief versinkt…

Mittagessen in Muenchen II

Da versuche ich gerade, mir im Internet die Speiseplaene der vorher erwaehnten Cafeterien, Mensen und Kantinen zu verschaffen, und bin ein wenig ueberrascht: nicht nur, dass kein Web 2.0 ist, tatsaechlich ist da oft gar nix mit Web!

Gut, der Speiseplan der Uni-Mensa ist in einer relativ uebersichtlichen Monatsdarstellung zu finden, und sogar als PDF runterladbar. Aber die Cafeteria der Institute hier am Englischen Garten? Fehlanzeige. Das Studentenwerk Muenchen betreibt zwar nicht weniger als 17 Mensen und Cafeterien, aber aus irgendwelchen Gruenden ist unsere nicht darunter. Gut, ich koennte die paar Meter auch hinlaufen, um mir den Plan anzusehen, aber als Informatiker moechte ich von meiner Institutscafeteria halt einfach aus Prinzip einen Speiseplan im Netz verlangen duerfen.

Ebenfalls nicht digital ist der Speiseplan der Kantine im Landesamt fuer Finanzen. Dafuer liegt dort aber immer massenhaft der aktuelle Wochenspeiseplan auf Papier zum Mitnehmen aus. Nicht gerade umweltfreundlich, aber immerhin.

Der Speiseplan des Landwirtschaftsministeriums ist tatsaechlich oeffentlich verfuegbar. Allerdings ist die gesamte Seitengestaltung so dermassen grausam, dass man sich wuenschte, sie haetten den Plan tatsaechlich nur auf Papier, denn Papier kennt keine GIF-Animationen…

Hmm, ich merke gerade, dass meine Beitraege gern ins Negative abgleiten. Daher versuche ich etwas optimistischer zu enden und hoffe einfach, dass ich die anderen Speiseplaene irgendwo doch noch finde.

[Update, anderthalb Jahre später] Inzwischen wurde der Webauftritt der Kantine Auerbacher wesentlich augenfreundlicher gestaltet. Auch wenn ich keine Ahnung habe, was das neue Wander-Fotoalbum da soll…

Mittagessen in Muenchen

Nachdem der Umzug nach Muenchen groesstenteils problemlos ueber die Buehne gelaufen ist, warte ich noch immer auf den neuen Telefonanschluss zu Hause. Es bleibt mir also nichts anderes uebrig, als von Arbeit zu bloggen, wo ich – der geneigte Leser mag es bereits erkannt haben – stolzer Nutzer einer Tastatur mit US-Layout bin. Ueber den Inhalt der Materie, in die ich mich gerade einlese, werde ich ein anderes Mal schreiben.

Zunaechst geht es um die elementaren Dinge. Genauer um die Frage, was es hier wo zu essen gibt. Im Vergleich zum Saarbruecker Campus sieht die Lage hier deutlich anders aus, wenn ich das richtig erkannt habe:

  • Die Universitaetsgebaeude sind ueber die Stadt verteilt. Der groesste Teil befindet sich aber an einem Ort (Leopoldstrasse). Dort ist auch gleich die Hauptmensa.
  • Das Institut fuer Informatik, in dem ich arbeite, ist allerdings woanders, naemlich am Englischen Garten in der Nahe des Chinesischen Turms. Zu Fuss braucht man vermutlich ca. 15 Minuten zur Mensa.
  • Im Institut selbst befindet sich eine Cafeteria, die aber qualitativ und preislich nicht besonders grossartig ist.
  • Ebenfalls in einiger Entfernung befinden sich Kantinen von verschiedenen Institutionen und Behoerden, z.B. dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten. (Notiz an mich: irgendwann mal mit dem Plural von „Forst“ beschaeftigen.) Diese Kantinen kosten mich als Staatsbediensteten/Angestellten im oeffentlichen Dienst auch nicht mehr, als wuerde ich direkt dort arbeiten. Das finde ich toll.

Meine Kollegen und ich muessen also jedesmal ein bisschen laufen (ausser zur Institutskantine, natuerlich). Das kann man aber auch ganz positiv sehen, schliesslich vertreibt so ein kleiner Mittagsspaziergang schnell die Muedigkeit. Ausserdem ist es nett, ein bisschen Auswahl zu haben.

Das Problem, gesehen aus der Sicht eines Saarbruecker Ex-Studenten, sind vielmehr die Preise. In der Saarbruecker Mensa kostet das Komplettmenue 1,85 Euro. Wenn man sich dieses Menue hier in Muenchen (egal wo) mit den verfuegbaren Wahlessen und Beilagen zusammenstellt, kommt man selbst als Student mit der jeweils billigsten Kombination kaum unter 3,50 Euro raus.

Okay, ein ganzes Komplettmenue ist ja auch eh ein bisschen viel. Und vielleicht schmeckt es hier auch in der Regel besser. Verhungert bin ich jedenfalls noch nicht.