Kopfrechnung

Lennart fand heute auf sueddeutsche.de eine interessante Aussage in einem Artikel über Flugzeugabstürze:

Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde FAA hat herausgefunden, dass bei 568 untersuchten Flugunfällen von 53.457 Passagieren 51.207 Menschen überlebt haben. Zehn Prozent der Passagiere kamen ums Leben. Der Grund für diese relativ positive Bilanz sehen die Experten in den hohen Sicherheitsstandards.

Der Grund könnte auch sein, dass bei diesen Zahlen manche Menschen offenbar zwei Leben haben… ;-)

[Außerdem heißt es "Den Grund sehen sie in..."]

Antischwerkraftpatent

Michael Jackson in Smooth Criminal...

Für diesen Move hat Michael Jackson...

 

...und sein Schuh-Patent

...ein Patent!

Kein Stempel

Das italienische Restaurant in der Nähe meines Instituts verteilt Kundenkarten. Nach jedem Essen darf man darauf ein Feld stempeln, und wenn alle 10 Felder voll sind, gibt es ein Gratisessen.

Eines der großen Rätsel in diesem Zusammenhang wurde jetzt auch gelöst:

Kein Stempel für Gratisessen


Fragen zur Banane

Nach den ganzen Politikbeiträgen der letzten Tage geht es jetzt mal wieder um was ganz einfaches. Nämlich um Bananen.

Also: In unserem Edeka-Markt gibt es Bananen zum Preis von ca. 2 Euro pro Kilo. Die Kunden reißen sich immer mal wieder so ein Bananenbündel (Staude? Fruchtstand? Verband? wie sagt man dazu?) auseinander. So kommt es zu Bananen-Einzelstücken, die sich schlechter verkaufen und deshalb liegen bleiben.

Daher werden diese Einzelbananen irgendwann in einen “Discount-Korb” gelegt, wo sie nur noch 10 Cent pro Stück kosten und somit verkauft werden, solange sie noch halbwegs frisch sind.

Jedenfalls dachte ich, das wäre die Logik dahinter. Bis Marianne und ich neulich eine Mitarbeiterin sahen, die kurzerhand mehrere der (teilweise noch grünen) Bananenbündel nahm, sie jeweils auseinanderpflückte und die Einzelbananen in den 10-Cent-Korb schmiss. Da fragt man sich natürlich schon, was das soll, und ob man ein schlechtes Gewissen haben sollte, wenn man ab jetzt schon im Laden die frischen Bananen einzeln auseinander reißt und an der Kasse behauptet, sie seien aus dem Korb…

Siebzig

Irgendwie irritiert es mein gefühltes Zeitverständnis, dass Hans-Christian Ströbele kürzlich 70 Jahre alt geworden ist.

Neue Einsichten

Ich find’s ganz lustig, dass erst die iranische Internet-Gemeinde kommen muss, um deutschen Massenmedien zu zeigen, dass das Internet ja auch mal ganz nützlich sein kann: 

  • dass Blogs nicht immer nur für unbelegte Behauptungen und Extremmeinungen stehen, sondern eine legitime Gegenöffentlichkeit darstellen können,
  • dass Facebook und Twitter nicht nur für den Austausch von Nichtigkeiten, sondern auch für politische Aktionen genutzt werden können, und
  • dass die Nutzer von Internetforen auch mal über Politik diskutieren und nicht immer nur Terroranschläge planen…

Internetsperrungen und die Kommunikation der Gegenargumente

Ich muss jetzt doch mal etwas über das am Donnerstag verabschiedete Zugangserschwerungsgesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie schreiben. Ich will hier nicht noch einmal die Details dieses Gesetzes und die Gegenargumente wiederholen.  Um es gleich vorweg zu sagen: ich teile diese Argumente voll und ganz, und bin ebenfalls der Meinung, dass die Sperrliste einerseits völlig ungenügend zum Bekämpfen von Kinderpornographie ist, andererseits aber sehr gut geeignet zum Ausschließen von unerwünschten Meinungen.

Trotzdem mache ich mir Gedanken, warum diese Sichtweise von so vielen Politikern, Journalisten und der breiten Öffentlichkeit immer noch absolut gar nicht verstanden wird, und warum so viele Leute ganz aufrichtig die Position der Gesetzesgegner schon rein moralisch verwerflich finden. weiterlesen ‘Internetsperrungen und die Kommunikation der Gegenargumente’

Der rätselhafte Herr Doktor

Zum Ausgang der Europawahl habe ich eigentlich nur eine Frage:

Wer zum Teufel ist Dr. Martin und warum hat er in Österreich die drittmeisten Stimmen (17,9%) bekommen?

Europawahlen

Es finden mal wieder die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Dabei treten in den verschiedenen Ländern die jeweiligen Parteien und ihre Abgeordneten an. Bekanntermaßen haben sich die Parteien verschiedener Länder mit ähnlicher Richtung im Parlament zu europäischen politischen Parteien zusammengeschlossen: die christlich-konservativen Parteien Europas zur Europäischen Volkspartei (EVP), die Sozialdemokraten zur Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE), usw.

Dazu haben die Parteien der einzelnen Länder natürlich untereinander Kompromisse gefunden und ihre gemeinsamen Positionen, Programme und Agenden veröffentlicht. Weil die europäischen Parteien selbst immer noch zu klein wären im Parlament, haben sich die meisten von ihnen nochmals zu europäischen Fraktionen zusammengeschlossen, auch hier wieder mit gemeinsam ausgearbeiteten Positionen.

Und so könnten diese Parteien und Fraktionen jetzt eigentlich mit dem großen Europawahlkampf loslegen, und der muss gar nicht mal trocken und abstrakt sein. Denn es gibt sehr wohl eine Reihe von Themen, die konkret die einzelnen Bürger betreffen: Überwindung der Finanzkrise, Studieren in Europa, Situation der afrikanischen Immigranten, genveränderte Lebensmittel und Internetüberwachung fallen mir spontan und ungeordnet ein. Da könnte man sowohl sachlich als auch sehr emotional argumentieren.

Trotzdem scheint sich irgendwer gedacht zu haben, dass SPD, CDU, FDP usw. viel persönlicher und näher am deutschen Bürger sind als SPE, EVP, ELDR usw., auch wenn das die eigentlichen Kandidaten nicht bekannter macht.  Das führt zu einer merkwürdigen Situation: obwohl man ein Kreuz bei einer deutschen Partei macht, wählt man eigentlich primär die entsprechende europäische Partei oder Fraktion, denn diese sind es, die im Parlament diskutieren und die “große” Politik machen.

Das wäre nicht schlimm, wenn die deutschen Parteien ihre europäischen Pendants im Wahlkampf irgendwie überzeugend vertreten würden. Doch die deutschen Parteien treten statt dessen eher als Einzelkämpfer auf, und verbreiten abseits von Allgemeinplätzen (”für ein sozialeres / ökologischeres / wirtschaftsstärkeres / liberaleres / besseres Europa”) höchstens ihre eigene Europa-Politik. Als Wähler kann man da nur hoffen, dass diese deutsche Sichtweise wenigstens halbwegs geteilt wird von den anderen Politikern der gleichen europäischen Fraktion. Bei Aussagen wie “Deutschland braucht eine starke Stimme in Europa” habe ich da so meine Zweifel…

University Lipdub

Studierende der Hochschule Furtwangen haben an ihrer Fakultät ein ziemlich cooles Lipdub-Video gedreht, mit vielen Darstellern und ohne einen einzigen Schnitt:

(Wie funktioniert eigentlich der Etagenwechsel bei 1:30?)

Das Video bildet gleichzeitig den Auftakt für das Projekt University Lipdub, das andere Hochschulen dazu einlädt, ihrerseits solche Videos zu drehen.

Ein Beitrag kommt auch von Studierenden der LMU München, die im März vor und im Hauptgebäude ein Video gedreht haben. Das Projekt wäre prinzipiell auch eine schöne Sache gewesen: Die Umsetzung ist teilweise noch aufwendiger als im Original, alle Beteiligten haben sich wirklich große Mühe gegeben, und sogar ein Informatik-Professor wurde erfolgreich im Video versteckt.

Leider ist der eigens für das Video geschriebene LMU-Song genau der Grund dafür, dass ich in diesem Blog zum ersten Mal das Wort “Fremdschämen” benutzen muss:

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